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US-Autobauer werden mit der Abwrackprämie unterstützt

Freitag, Juni 12th, 2009

Damit der Kauf von spritsparenden Fahrzeugen angetrieben wird, haben die USA jetzt ihre eigene Abwrackprämie und eifern dem deutschen Vorbild nach. Die Absatz-Flaute, mit der im kommenden Jahr gerechnet wird, scheint vorerst nicht zu interessieren.

Die Abwrackprämie entwickelt sich immer mehr zum Exportschlager und wird bereits in einigen Ländern nachgeahmt. Auch die USA wollen ihrer angeschlagenen Autoindustrie damit jetzt wieder auf die Beine helfen und den Absatz von spritsparenden Fahrzeugen mit bis zu vier Milliarden Dollar ankurbeln. „Cash for Clunkers” nennt sich das Ganze über dem großen Teich und soll pro Fahrzeug bis zu 4500 Dollar bringen. Davon sollen allerdings eher Massen- als Luxushersteller profitieren. Toyota oder Ford haben demnach bessere Karten als Mercedes oder Porsche.

Das Essener Marktforschungsinstitut rechnet nach der Einführung der Prämie mit 800.000 zusätzlichen Neuregistrierungen, weil davon ausgegangen wird, dass viele, die sich bisher einen Gebrauchtwagen gekauft haben, erstmals auf einen Neuwagen umsteigen werden. Wie es sich in Deutschland bereits abzeichnet, führt dies allerdings zu vielen vorgezogenen Autokäufen und einem stärkeren Markteinbruch nach Ablauf der Prämie.

GM stellt Antrag auf Insolvenz

Montag, Juni 1st, 2009

Am Montag ist es passiert: General Motors, in Glanzzeiten einer der weltgrößten Autohersteller,  hat nach monatelangem Kampf einen Antrag auf Insolvenz gestellt und hofft so, unter Beteiligung der US-Regierung, auf eine rettende Umstrukturierung. Vor dem Zugriff der Gläubiger ist der Konzern geschützt. Deren Zahl beläuft sich auf mehr als 100.000 und einen Schuldenberg von rund 172,8 Milliarden US-Dollar.

14 bis 16 Werke sollen im Rahmen der Neuordnung geschlossen, 21.000 Zeitarbeitsstellen bis Ende 2010 gestrichen werden. Die Finanztochter GMAC und GM Europe werden ihren Geschäftsbetrieb aber unverändert weiter führen.

Die US-Regierung hatte GM ein Ultimatum gestellt: Bis zum 1. Juni sollte ein Sanierungsplan vorgelegt werden oder das Unternehmen würde in die geordnete Insolvenz geführt. Diese Frist ist nun abgelaufen, die Regierung übernimmt, wie angekündigt, einen Kontrollanteil der GM-Anteile. 12,5 Prozent gehen an Kanada. Für die Restrukturierung werden beide Länder gemeinsam rund 40 Millionen US-Dollar bereitstellen.

General Motors läuft die Zeit davon

Mittwoch, Mai 13th, 2009

Dem größten US-Autobauer, General Motors, läuft allmählich die Zeit davon. Der achte Quartalsverlust in Folge schlägt mit rekordverdächtigen sechs Milliarden Dollar zu Buche, der Umsatz halbierte sich fast auf 20,9 Milliarden Dollar. Ebenso brach das Europageschäft von Opel ein.

In den vergangenen Monaten hing GM am Tropf der US-Regierung und wurde mit Staatshilfen in Höhe von rund 15 Milliarden Dollar am Leben gehalten. Die sind jetzt fast aufgebraucht, denn allein im ersten Quartal hat der Autobauer 10,2 Milliarden ausgegeben.

Bisher hat sich GM weder mit der Gewerkschaft UAW noch mit dem Finanzministerium geeinigt. Bis Ende Mai muss allerdings ein endgültiger Sanierungsplan vorliegen, sonst geht GM wie Chrysler in die Insolvenz. Branchenexperten halten dies inzwischen für wahrscheinlicher als eine „Rettung” des Unternehmens.

GM und Chrysler erhalten voraussichtlich weitere Staatshilfen

Montag, März 30th, 2009

Der Überlebenskampf der US-Bauer GM und Chrysler scheint vorerst ein Ende gefunden zu haben. Einem Zeitungsbericht des Wall Street Journal zufolge will die Regierung die beiden Giganten nicht in die Pleite schicken und zunächst finanziell weiter unterstützen.

Noch ist die Frist allerdings nicht komplett abgelaufen. Bis zum 31. März haben GM und Chrysler für die Vorlage ihrer endgültigen Sanierungskonzepte Zeit. Die Regierung wird daraufhin neue Bedingungen stellen und einen klaren Zeitplan festlegen. Zudem sollen Hilfen wohl nicht komplett ausgezahlt werden, um weiterhin ein Druckmittel zu haben.

All das hat auch Auswirkungen auf die Zukunft von Opel, denn die deutsche Regierung hat bereits angekündigt, dass ihre Unterstützung von dem Konzept für GM abhängt. Ein Einstieg des Staates wird nach wie vor abgelehnt. Deswegen muss Opel nun selbst aktiv werden und sucht händeringend nach Investoren.

Die Rettung der US-Autoindustrie, Klappe die Zweite

Dienstag, März 24th, 2009

Die Folgen der Wirtschaftskrise sind längst noch nicht abgeklungen. Die angeschlagene US-Autoindustrie kämpft nach wie vor ums Überleben und hofft auf die Gunst der Regierung. Die sieht allerdings nicht ein allein Opfer bringen zu müssen und hat nicht vor, wahllos Dollarnoten zu verteilen. Das so genannte Auto-Team von Obama entscheidet über Bankrott oder eine weitere Unterstützung.

Knapp 30,4 Milliarden Euro. Auf diese Summe beläuft sich die derzeitige Forderung der beiden Autobauer GM und Chrysler. Bereits erhaltene Kredite mit eingerechnet. Doch nicht die Finanzspritze allein soll vor dem Aus retten. GM will weltweit jede fünfte Stelle streichen und Werke schließen, damit es wieder bergauf geht.

Bis zum 31. März, also nur noch wenige Tage, haben die beiden Hersteller Zeit, um ein überzeugendes Konzept zur Sanierung vorzulegen. Dann steht die Regierung auch zu ihrem Wort und will versuchen einen fairen Kompromiss für beide Seiten zu finden. Dieser wird dann auch Auswirkungen auf deutsche Autobauer wie Opel haben und über deren Zukunft entscheiden. 

Absatz der US-Autoindustrie bricht weiter ein

Dienstag, Februar 10th, 2009

Mit der US-Autoindustrie geht es weiter bergab. Im Januar mussten Hersteller Absatzeinbußen von bis zu 37 Prozent, im Vergleich zum Vormonat, hinnehmen. Das ist der niedrigste Stand seit fast 27 Jahren. Selbst deutsche Hersteller wie VW oder Audi können sich diesem Sog nicht mehr entziehen und müssen Federn lassen.

Am härtesten trifft es aber nach wie vor die drei Großen der Branche: General Motors, Ford und Chrysler. Ihr Absatz ist weiter drastisch geschrumpft, denn sie konnten nur noch knapp die Hälfte der üblichen Mengen absetzen. Die einzigen, die sich bisher über Wasser halten konnten, sind Hyundai und Subaru. Die beiden asiatischen Hersteller konnten im Januar  immerhin jeweils ein Plus von rund 8 Prozent einfahren.

Rettungspaket für US-Autoindustrie lässt auf sich warten

Donnerstag, Dezember 18th, 2008

Die Einigung auf das Rettungspaket für die gebeutelte US-Autoindustrie dürfte noch ein Weilchen auf sich warten lassen. Die Regierung ließ verlauten, dass sie sich nicht unter Druck setzen lasse und sich der Präsident nach wie vor in Gesprächen mit Unternehmen und Aktionären befinde. Im Senat ist das milliardenschwere Hilfspaket vergangene Woche mit 52 zu 35 Stimmen bereits gescheitert. Die Zukunft von General Motors, Chrysler und Co. ist also weiterhin ungewiss und hängt am seidenen Faden. Wenn nicht bald etwas passiert, wird es aber ganz dunkel.

Nachdem die Demokraten nicht helfen können und die Republikaner nicht wollen, ist nun der Noch-Präsident am Zug. Aktuell prüft Bush alle Optionen und Bücher der Autohersteller, um keinen weiteren Fehler zu machen und die gegenwärtige Krise noch zu verschlimmern. Dadurch verschiebt sich die staatliche Hilfe immer wieder nach hinten und die Konzerne hängen in der Luft.

Momentan blicken alle Leidenden voller Hoffnung in den Januar, wenn ein neuer Kongress und ein neuer Präsident das Sagen haben werden und endlich die erhoffte nötige Unterstützung kommt. In den nächsten Tagen wird sich zeigen, ob die Regierung zu einem Entschluss kommt und das, zumindest vorerst helfende, Rettungspaket frei gibt.