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Der Produktionsstandort Deutschland verliert an Bedeutung

Freitag, Januar 15th, 2010

Wie die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) in einer Studie herausgefunden hat, verliert der Produktionsstandort Deutschland weiter an Bedeutung. Die Prognose besagt, dass der PKW-Ausstoß 2010 um 100.000 Einheiten auf 4,8 Millionen sinken wird. In Schwellenländern nimmt die Nachfrage dagegen stark zu und Experten rechnen mit einer Steigerung um elf Prozent auf 63 Millionen produzierte Fahrzeuge.

Vor allem die asiatische Automobilindustrie hat daran ihren Anteil. Voraussichtlich werden in diesem Jahr mehr als zwölf Millionen Autos vom Band laufen. Dass es in Deutschland abwärts geht, ist besonders der Abwrackprämie zu „verdanken”. Nach dem großen Sturm müssen viele Autohersteller jetzt wieder kleinere Brötchen backen.

Jedem fünften Autozulieferer droht der Konkurs

Montag, November 23rd, 2009

Obwohl sich die Autoindustrie langsam wieder von der Absatzkrise zu erholen scheint, haben Autozulieferer mächtig zu kämpfen. Die letzten Monate haben so manches Unternehmen in die Pleite getrieben und laut einer aktuellen Studie des Wirtschaftsinformationsdienstes D&B ist jeder fünfte Autozulieferer vom Konkurs bedroht.

In den letzten Wochen ist die Zahl der gefährdeten Unternehmen um fast 70 Prozent gestiegen und derzeit sind 1100 Autozulieferer akut gefährdet. Besonders der starke Aufschwung könnte die betroffenen Unternehmen zusätzlich schwächen. Denn da viele ihre Lagerbestände abgebaut haben, müssten sie für eine höhere Produktion und den Einkauf der notwenigen Rohstoffe wieder Geld investieren. Wer wenig Eigenkapital hat, dem könnte dann die Zahlungsunfähigkeit drohen.

Studie: Massiver Stellenabbau in der Autoindustrie

Samstag, August 29th, 2009

Mehr als 90.000 Arbeitsplätze sind in Deutschland in Gefahr, denn die deutsche Autoindustrie ist trotz staatlicher Hilfen stark angeschlagen. Experten warnen vor steigender Insolvenz, wenn das Ende der Abwrackprämie erst einmal erreicht ist. Besonders betroffen sind Autohändler, die ein massiver Einbruch erwartet. Das berichtet die Tageszeitung „Die Welt” und beruft sich auf die Analyse der Unternehmensberatung Roland Berger.

Derzeit machen Autohändler noch gute Umsätze und verkaufen mehr Fahrzeuge als 2008. Das ist aber nur ein Vorzieh-Effekt, denn wenn die Abwrackprämie ausläuft, wird fast jeder zweite Händler von Insolvenz bedroht sein, so Ralf Landmann, Autor der Studie. Geringere Nachfragen und sinkende Renditen werden vor allem die Unternehmen treffen, die in den letzten Jahren viel Geld in ihr eigenes Wachstum investiert und eigentlich alles richtig gemacht haben.

Zahl der angemeldeten Fahrzeuge wird weiter steigen

Dienstag, Juni 16th, 2009

Eine Studie von Shell hat jetzt gezeigt, dass die Zahl der angemeldeten Fahrzeuge in Deutschland bis zum Jahr 2020 von 47 auf 49,5 Millionen steigen wird. Dies liegt vor allem daran, dass immer mehr Autos auf Frauen zugelassen werden. Sind es bei 1000 Frauen heute 340 Autos, so werden es in 20 Jahren schon 430 sein. Zudem wird die Bevölkerung immer älter und sowohl Männer als auch Frauen sitzen bis ins hohe Alter hinter dem Lenkrad.

Die Motorisierung bei jungen Leuten ist dagegen rückläufig. Zwischen 2002 und 2006 ging die Zahl bei Männern unter 30 von 657 auf 562 Pkw pro 1000 Einwohner zurück. In zwanzig Jahren sollen es nur noch 480 sein. Bei jungen Frauen ist der Trend ähnlich. Experten vermuten die Ursachen hierfür besonders in längeren Ausbildungszeiten oder dem bewussten Verzicht.

In Zukunft werden also größtenteils ältere Menschen den Fahrleistungsanteil bestreiten. Im Jahr 2030 wird der Anteil der über 50-jährigen auf 35 Prozent ansteigen. Derzeit sind es 23 Prozent.

Massiver Stellenabbau in der Zulieferindustrie

Mittwoch, Mai 27th, 2009

Aus einer Studie des Verbands der Automobilindustrie (VDA) und der Managementberatung Oliver Wyman geht hervor, dass die Absatzkrise 2009 zu einem massiven Stellenabbau in der Zulieferindustrie führen wird. Von 7,4 Millionen Stellen weltweit könnten bis Jahresende 15 Prozent abgebaut werden. Seit November des vergangenen Jahres haben allein in Deutschland mehr als 30 Unternehmen Insolvenz angemeldet, in den USA stehen fast 50 Prozent der größten Automobilzulieferer vor dem Aus.

Im Rahmen der Studie wurden im März und April Top-Manager aus Europa, Nordamerika und Asien befragt, die angaben, die Stammbelegschaft bereits zum Ende des ersten Quartals um zehn Prozent reduziert zu haben. Verträge von Zeitarbeitern seien nicht verlängert, Leiharbeiter komplett abgebaut worden.

Im ersten Quartal 2009 haben fast alle Unternehmen Verluste gemacht und Gewinne sind auch für 2010 nicht in Sicht. Frühestens 2014 kann, nach Prognosen, eine Rückkehr auf das Niveau von 2007 erreicht werden.

Immer mehr Autokäufer verzichten auf viele PS

Montag, Mai 25th, 2009

Der Trend zu PS-starken Fahrzeugen scheint gebrochen. Seit der Einführung der Abwrackprämie kaufen die Deutschen wieder weniger leistungsstarke Fahrzeuge und haben die durchschnittliche PS-Zahl in den ersten vier Monaten des Jahres auf 116,9 PS gesenkt. 2008 waren es noch 131,2 PS. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie des Center Automotive Research (CAR).

Vor 14 Jahren, 1995, hatten Neuwagen in Deutschland noch durchschnittlich 94,5 PS. In den letzten Jahren war dieser Wert kontinuierlich gestiegen. CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer geht allerdings davon aus, dass sich die Leistungsstärke in diesem Jahr nicht weiter verringern wird, da das Interesse an der Abwrackprämie und damit auch an Klein- und Kleinstwagen allmählich nachlässt. Statt 10.000 und mehr Anträgen/Tag beantragen derzeit täglich „nur” noch rund 8.000 Bürger die staatliche Prämie. Bis Anfang Juni soll die Zahl auf 5.000 zurückgehen.

Dudenhöffer ist sich zudem sicher, dass „ das Nachbeben der Abwrackprämie im deutschen Markt auch noch im Jahr 2010 stark zu spüren sein wird”. Er sieht viele Markenhändler als existenzgefährdet, da Verbraucher nach dem Wegfall der Abwrackprämie hohe Rabatte einfordern werden.

Kinder & Jugendliche beeinflussen den Autokauf stärker als gedacht

Dienstag, Mai 5th, 2009

Im Kompetenzzentrum „Frau und Auto” der Hochschule Niederrhein in Krefeld haben qualitative Studien jetzt gezeigt, dass Kinder und Jugendliche einen stärkeren Einfluss auf den Autokauf haben, als bisher angenommen. Während Eltern vor allem auf Sicherheit setzen, stellen besonders Jugendliche hohe Anforderungen an die „Familienkutsche”.

Sind die Kinder klein, haben sie noch nicht viel Mitspracherecht. Hier entscheiden nach wie vor die Eltern und achten überwiegend auf spezielle Kopfschutzvorrichtungen oder Anschnall-Warnsignale. Werden die Kinder älter, steigen auch die Ansprüche. Mitfahrer zwischen acht und zwölf Jahren legen mehr Wert auf Technik und wollen beispielweise Anschlüsse für ihre MP3- oder DVD-Player. Da sie die Kindersicherung in diesem Alter leichter durchschauen, wünschen sich Eltern intelligentere Systeme.

Ab dem zwölften Lebensjahr steigen die Anforderungen erneut. Besonders 16- bis 18jährige, die kurz vor dem eigenen Fahren stehen, fordern hier ein Mitspracherecht und achten neben der Optik auch auf die Leistung unter der Haube. Schließlich wird das gemeinsame Familienmobil mit hoher Wahrscheinlichkeit auch ihr erstes Auto.