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Die wichtigsten Punkte für Neuwagenbesitzer

Samstag, Oktober 17th, 2009

In diesem Jahr dürften dank der Abwrackprämie ca. zwei Millionen Neuwagen zugelassen werden. Alles, was Neuwagenbesitzer wissen sollten, hat test.de kurz zusammengefasst.

Verkäuferhaftung und Herstellergarantie

Käufer eines Neuwagens haben mit der Verkäuferhaftung und der Herstellergarantie doppelten Schutz. Sollten innerhalb der ersten zwei Jahre nach dem Kauf Probleme auftreten, muss der Verkäufer dafür geradestehen. Bei Reparaturwünschen ist die Berufung auf die Herstellergarantie sinnvoll. Mängel durch normalen Verschleiß oder Fehlbedienung sind ausgeschlossen.

Garantieverlängerung

Sowohl Hersteller als auch externe Versicherungen bieten eine Garantieverlängerung von 12 oder 24 Monaten an. Ob das Angebot lohnenswert ist, hängt nicht nur vom Alter und der Laufleistung des Wagens ab. Auch das Kleingedruckte sollte unbedingt beachtet werden, da viele Anbieter Reparaturen nur anteilig übernehmen. Alles, was im Vertrag nicht genannt wird, ist auch nicht versichert.

Insolvenz des Verkäufers

Sollte der Verkäufer pleitegehen, verliert der Käufer alle Ansprüche an ihn. Beim Insolvenzverwalter können zwar Reparaturkosten geltend gemacht werden, aber dies bringt nicht viel Geld. Da der Garantieanspruch gegen den Hersteller bestehen bleibt, kann dieses Recht bei jeder anderen Markenwerkstatt geltend gemacht werden.

Vertragswerkstatt

Wer wegen Mängeln auf die Haftung des Verkäufers pochen will, muss in die entsprechende Vertragswerkstatt. Inspektionen können aber auch in jedem anderen ordentlichen Betrieb durchgeführt werden.

Die Abwrackparty ist vorbei

Montag, September 7th, 2009

Der milliardenschwere Fördertopf ist leer und seit dem 2. September gibt es für die Verschrottung von Altfahrzeugen kein Geld mehr. Die Abwrackparty ist vorbei und zeigt, dass die Bundesregierung der Autoindustrie mit der Abwrackprämie keinen Gefallen getan hat.

2010 dürfte das bisher schwärzeste Jahr für Hersteller und Autohändler werden. Es drohen Insolvenzen, Stellenstreichungen im fünfstelligen Bereich und ein massiver Absturz der Branche. Der Grund: Das Bedürfnis der Käufer ist befriedigt. Viele, die sich erst in den kommenden Jahren einen Neuwagen anschaffen wollten, haben den Kauf vorgezogen, um die staatliche Prämie zu kassieren. Was bleibt also? Ein dramatischer Einbruch! Die USA und Frankreich haben das Modell Abwrackprämie zwar bereits nachgeahmt, aber keine fünf Milliarden Euro investiert.

Über den Absatz in diesem Jahr können sich nur wenige freuen. Alle wissen, womit im nächsten Jahr zu rechnen ist. Vertreter von Autoverbänden loben dennoch den Erfolg der Prämie und bezeichnen sie als beste Förderungsmaßnahme für die Kfz-Branche. Ein Optimismus, der nur schwer nachzuvollziehen ist.

Studie: Massiver Stellenabbau in der Autoindustrie

Samstag, August 29th, 2009

Mehr als 90.000 Arbeitsplätze sind in Deutschland in Gefahr, denn die deutsche Autoindustrie ist trotz staatlicher Hilfen stark angeschlagen. Experten warnen vor steigender Insolvenz, wenn das Ende der Abwrackprämie erst einmal erreicht ist. Besonders betroffen sind Autohändler, die ein massiver Einbruch erwartet. Das berichtet die Tageszeitung „Die Welt” und beruft sich auf die Analyse der Unternehmensberatung Roland Berger.

Derzeit machen Autohändler noch gute Umsätze und verkaufen mehr Fahrzeuge als 2008. Das ist aber nur ein Vorzieh-Effekt, denn wenn die Abwrackprämie ausläuft, wird fast jeder zweite Händler von Insolvenz bedroht sein, so Ralf Landmann, Autor der Studie. Geringere Nachfragen und sinkende Renditen werden vor allem die Unternehmen treffen, die in den letzten Jahren viel Geld in ihr eigenes Wachstum investiert und eigentlich alles richtig gemacht haben.

Zweite Chance für General Motors

Samstag, Juli 11th, 2009

Um eine Sanierung von General Motors zu ermöglichen, hat das Insolvenzgericht die Verstaatlichung des Traditionskonzerns genehmigt und lässt damit viele unzufriedene Gläubiger zurück. Die rettende Übernahme soll noch in dieser Woche abgeschlossen werden und damit viel schneller als gedacht. Mitte Juni konnte bereits das Insolvenzverfahren von Chrysler nach nur 40 Tagen beendet werden. Verantwortlich für den Neustart war der Einstieg des italienischen Fiat-Konzerns.

Chevrolet und Cadillac zählen zu den besten Marken von GM und damit zu den lukrativsten Konzernteilen. Alle anderen Lasten, sprich Werke und Händler, werden in der Insolvenz zurückgelassen und dicht gemacht. Damit fallen weitere zehntausend Jobs weg. Am neuen GM-Konzern, der Chevrolet und Cadillac übernimmt, sollen die USA und Kanada gemeinsam die Mehrheit halten, mit 72,5 Prozent. Erste Teile davon könnten 2010 schon wieder an die Börse gehen.

GM stellt Antrag auf Insolvenz

Montag, Juni 1st, 2009

Am Montag ist es passiert: General Motors, in Glanzzeiten einer der weltgrößten Autohersteller,  hat nach monatelangem Kampf einen Antrag auf Insolvenz gestellt und hofft so, unter Beteiligung der US-Regierung, auf eine rettende Umstrukturierung. Vor dem Zugriff der Gläubiger ist der Konzern geschützt. Deren Zahl beläuft sich auf mehr als 100.000 und einen Schuldenberg von rund 172,8 Milliarden US-Dollar.

14 bis 16 Werke sollen im Rahmen der Neuordnung geschlossen, 21.000 Zeitarbeitsstellen bis Ende 2010 gestrichen werden. Die Finanztochter GMAC und GM Europe werden ihren Geschäftsbetrieb aber unverändert weiter führen.

Die US-Regierung hatte GM ein Ultimatum gestellt: Bis zum 1. Juni sollte ein Sanierungsplan vorgelegt werden oder das Unternehmen würde in die geordnete Insolvenz geführt. Diese Frist ist nun abgelaufen, die Regierung übernimmt, wie angekündigt, einen Kontrollanteil der GM-Anteile. 12,5 Prozent gehen an Kanada. Für die Restrukturierung werden beide Länder gemeinsam rund 40 Millionen US-Dollar bereitstellen.

Massiver Stellenabbau in der Zulieferindustrie

Mittwoch, Mai 27th, 2009

Aus einer Studie des Verbands der Automobilindustrie (VDA) und der Managementberatung Oliver Wyman geht hervor, dass die Absatzkrise 2009 zu einem massiven Stellenabbau in der Zulieferindustrie führen wird. Von 7,4 Millionen Stellen weltweit könnten bis Jahresende 15 Prozent abgebaut werden. Seit November des vergangenen Jahres haben allein in Deutschland mehr als 30 Unternehmen Insolvenz angemeldet, in den USA stehen fast 50 Prozent der größten Automobilzulieferer vor dem Aus.

Im Rahmen der Studie wurden im März und April Top-Manager aus Europa, Nordamerika und Asien befragt, die angaben, die Stammbelegschaft bereits zum Ende des ersten Quartals um zehn Prozent reduziert zu haben. Verträge von Zeitarbeitern seien nicht verlängert, Leiharbeiter komplett abgebaut worden.

Im ersten Quartal 2009 haben fast alle Unternehmen Verluste gemacht und Gewinne sind auch für 2010 nicht in Sicht. Frühestens 2014 kann, nach Prognosen, eine Rückkehr auf das Niveau von 2007 erreicht werden.

General Motors läuft die Zeit davon

Mittwoch, Mai 13th, 2009

Dem größten US-Autobauer, General Motors, läuft allmählich die Zeit davon. Der achte Quartalsverlust in Folge schlägt mit rekordverdächtigen sechs Milliarden Dollar zu Buche, der Umsatz halbierte sich fast auf 20,9 Milliarden Dollar. Ebenso brach das Europageschäft von Opel ein.

In den vergangenen Monaten hing GM am Tropf der US-Regierung und wurde mit Staatshilfen in Höhe von rund 15 Milliarden Dollar am Leben gehalten. Die sind jetzt fast aufgebraucht, denn allein im ersten Quartal hat der Autobauer 10,2 Milliarden ausgegeben.

Bisher hat sich GM weder mit der Gewerkschaft UAW noch mit dem Finanzministerium geeinigt. Bis Ende Mai muss allerdings ein endgültiger Sanierungsplan vorliegen, sonst geht GM wie Chrysler in die Insolvenz. Branchenexperten halten dies inzwischen für wahrscheinlicher als eine „Rettung” des Unternehmens.