Posts Tagged ‘abwrackprämie’

Rückläufige Autoproduktion

Donnerstag, Januar 28th, 2010

Nach Einschätzung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC müssen sich deutsche Autohersteller auf eine lange Durststrecke einrichten, denn erst im kommenden Jahr sollen sie wieder an das Produktionsniveau vor Beginn der Krise anknüpfen können und deutlich über fünf Millionen PKW produzieren.

Besonders die Volumenhersteller leiden unter der Abwrackprämie und im Segment der Klein- und Kompaktwagen ist mit einem Rückgang auf 2,3 Millionen Fahrzeuge zu rechnen. Schon im vergangenen Jahr war die Produktion hier rückläufig.

Ein wichtiges Thema der PwC-Branchenprognose ist das globale Wachstum, denn 2010 soll die Autoproduktion auf 63 Millionen anwachsen. Maßgeblich daran beteiligt ist China. Im Reich der Mitte sollen voraussichtlich mehr als zwölf Millionen Autos gefertigt werden.

Immer mehr Autokäufer sind weiblich

Sonntag, Januar 24th, 2010

Frauen gehören nicht ans Steuer. Dass diese Aussage veraltet ist, steht spätestens seit der Abwrackprämie fest. Denn im vergangen Jahr haben sich deutlich mehr Frauen für einen Autokauf entschieden als in den vergangenen Jahren. Um es in Zahlen auszudrücken: 2009 ist der Frauenanteil unter den Neuwagenkäufern auf 39 Prozent gestiegen. 2008 waren es noch 31,6 Prozent. Ein „historisch hoher Anteil”, wie Professor Ferdinand Dudenhöffer erklärt.

Doch auch wenn der Anteil weiblicher Käuferinnen gestiegen ist - Hinter den Männern liegen sie immer noch mit deutlichem Abstand zurück.

Der Produktionsstandort Deutschland verliert an Bedeutung

Freitag, Januar 15th, 2010

Wie die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) in einer Studie herausgefunden hat, verliert der Produktionsstandort Deutschland weiter an Bedeutung. Die Prognose besagt, dass der PKW-Ausstoß 2010 um 100.000 Einheiten auf 4,8 Millionen sinken wird. In Schwellenländern nimmt die Nachfrage dagegen stark zu und Experten rechnen mit einer Steigerung um elf Prozent auf 63 Millionen produzierte Fahrzeuge.

Vor allem die asiatische Automobilindustrie hat daran ihren Anteil. Voraussichtlich werden in diesem Jahr mehr als zwölf Millionen Autos vom Band laufen. Dass es in Deutschland abwärts geht, ist besonders der Abwrackprämie zu „verdanken”. Nach dem großen Sturm müssen viele Autohersteller jetzt wieder kleinere Brötchen backen.

Nach der Abwrackprämie: 70 Prozent der Bundesbürger denken nicht an einen Autokauf

Freitag, November 6th, 2009

Eine Umfrage der VHV Versicherungen und des IMWF Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung ist zu der Feststellung gekommen, dass sich mehr als 70 Prozent der deutschen Bundesbürger in den kommenden 12 Monaten keinen Neu- oder Jahreswagens kaufen wollen und nicht mal jeder Fünfte über die Anschaffung eines Gebrauchten nachdenkt. Für die Umfrage wurden 1.000 PKW-Halter befragt.

Laut der Umfrage fahren 75 von 100 Deutschen ein Auto, das älter als zwei Jahre ist und fühlen sich nicht dazu verleitet einen neuen Wagen zu kaufen. Das Interesse an einem Gebrauchtwagen ist lediglich bei den 18- bis 29-Jährigen mit 30 Prozent stark ausgeprägt. Die 50- bis 59-Jährigen fühlen sich eher von Neu- oder Jahreswagen angesprochen, während die Altersgruppe 60 plus eher gänzlich auf einen Autokauf verzichten will.

Die Rabattschlacht im Herbst

Samstag, Oktober 31st, 2009

Seitdem die Abwrackprämie ausgelaufen ist, greifen viele Hersteller auf andere Mittel zurück, um die Flaute zu bekämpfen. Besonders beliebt sind Rabattaktionen, die sich in diesen Tagen zu echten Rabattschlachten entwickeln.

In einer monatlichen Untersuchung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer vom Auto-Forschungszentrum der Universität Duisburg-Essen heißt es, dass bis zu 48 Prozent Nachlass vom Listenpreis möglich sind. Je schneller die Verkäufe zurückgehen, umso schneller kommen auch Rabatt-Aktionen wieder ins Angebot. Im Oktober zählte das Forschungszentrum 306 Rabatt-Aktionen. 29 mehr als im September.

Das Ganze kommt allerdings wenig überraschend. Selbst für Laien war ersichtlich, dass es mit der Autoindustrie nach der Abwrackprämie abwärts gehen und diese umso stärker ums Überleben kämpfen wird. Den deutschen Automarkt erwartet in den kommenden Monaten eine Rezession und die derzeitige Rabattschlacht ist erst der Anfang.

Die wichtigsten Punkte für Neuwagenbesitzer

Samstag, Oktober 17th, 2009

In diesem Jahr dürften dank der Abwrackprämie ca. zwei Millionen Neuwagen zugelassen werden. Alles, was Neuwagenbesitzer wissen sollten, hat test.de kurz zusammengefasst.

Verkäuferhaftung und Herstellergarantie

Käufer eines Neuwagens haben mit der Verkäuferhaftung und der Herstellergarantie doppelten Schutz. Sollten innerhalb der ersten zwei Jahre nach dem Kauf Probleme auftreten, muss der Verkäufer dafür geradestehen. Bei Reparaturwünschen ist die Berufung auf die Herstellergarantie sinnvoll. Mängel durch normalen Verschleiß oder Fehlbedienung sind ausgeschlossen.

Garantieverlängerung

Sowohl Hersteller als auch externe Versicherungen bieten eine Garantieverlängerung von 12 oder 24 Monaten an. Ob das Angebot lohnenswert ist, hängt nicht nur vom Alter und der Laufleistung des Wagens ab. Auch das Kleingedruckte sollte unbedingt beachtet werden, da viele Anbieter Reparaturen nur anteilig übernehmen. Alles, was im Vertrag nicht genannt wird, ist auch nicht versichert.

Insolvenz des Verkäufers

Sollte der Verkäufer pleitegehen, verliert der Käufer alle Ansprüche an ihn. Beim Insolvenzverwalter können zwar Reparaturkosten geltend gemacht werden, aber dies bringt nicht viel Geld. Da der Garantieanspruch gegen den Hersteller bestehen bleibt, kann dieses Recht bei jeder anderen Markenwerkstatt geltend gemacht werden.

Vertragswerkstatt

Wer wegen Mängeln auf die Haftung des Verkäufers pochen will, muss in die entsprechende Vertragswerkstatt. Inspektionen können aber auch in jedem anderen ordentlichen Betrieb durchgeführt werden.

Wie die Autoindustrie weltweit angekurbelt wird

Sonntag, Oktober 11th, 2009

Während die Abwrackprämie in Deutschland und den USA bereits ausgelaufen ist, geht es in vielen anderen Ländern locker weiter. Das Modell der Abwrackprämie hat auch andere Nationen überzeugt und angesteckt. Dabei werden nicht nur Gebrauchtwagen, sondern sogar Neuwagen verschrottet. Ein kurzer Überblick:

USA - Cash for Clunkers

Für die Amerikaner stand ein Budget von 1 Mrd. Dollar für die Verschrottung ihrer Altfahrzeuge zur Verfügung. Da dieses aber schon innerhalb weniger Tage aufgebraucht war, wurde einer Aufstockung um 2 Mrd. Dollar zugestimmt.  Für die Verschrottung waren nicht das Alter, sondern der Verbrauch entscheidend. Käufer erhielten zwischen 3500 und 4500 Dollar/Auto. Das Programm ist am. 24 August ausgelaufen, es gab keine Verlängerung.

Großbritannien - Bangers for Cash

In Großbritannien wurde die Abwrackprämie im Mai eingeführt. Britische Käufer konnten sich 2000 Pfund sichern, wenn sie ihr mindestens 10 Jahre altes Fahrzeug verschrotten ließen und sich für einen umweltfreundlichen Neuwagen entschieden. Insgesamt stand ein Budget von 300 Mio. Pfund zur Verfügung. Die Prämie wurde im Rahmen der „Green Recovery” beschlossen, die auch die flächendeckende Einführung von Elektroautos vorsieht.

Frankreich - Sonderzahlungen

Die Franzosen haben bereits vor einiger Zeit mit der Abwrackprämie experimentiert, hatten aber nur mäßigen Erfolg. Das französische Programm sieht, seit Dezember 2008, Sonderzahlungen in Höhe von 1000 Euro/Wagen vor. Das zu verschrottende Auto muss mindestens 10 Jahre alt sein und der Neuwagen darf höchstens 160 Gramm CO2/km ausstoßen. Für das Programm sind Kosten in Höhe von 390 Mio. Euro eingeplant.

Spanien - Erst zinsloses Darlehen, dann Prämie

Bevor die Spanier im Mai eine Abwrackprämie in Höhe von 2000 Euro/Wagen eingeführt haben, gab es ein zinsloses Darlehen über maximal 10.000 Euro. Das wurde schnell als zu kompliziert empfunden und eingestampft. Die Kosten für die Abwrackprämie werden zur Hälfte vom Staat und zur Hälfte von den Herstellern getragen.

Slowakei - Kein Halt vor Neuwagen

In der Slowakei wird zwischen Alt- und Neuwagen nicht wirklich unterschieden. Pro Auto gibt es 1000 Euro vom Staat und einen Händlerrabatt von 500 Euro. Neuwagen können, sofern sie nicht älter als sechs Monate sind und höchstens 6000 km auf dem Tacho haben, ebenfalls verschrottet werden. Auch Firmen können die Prämie beantragen.

Nach der Abwrackprämie

Samstag, September 19th, 2009

Die Abwrackprämie ist passé, der Neuwagenverkauf bricht ein und viele Händler leiden schon auf der Internationalen Automobil-Ausstellung unter den Nachwehen der staatlichen Prämie. Die Talsohle ist noch längst nicht erreicht, auch wenn Frau Merkel dies gern behauptet.

Seitdem der Abwracktopf leer ist, gehören Kunden in Autohäusern zu einem seltenen Phänomen. Für Neuwagen interessiert sich kaum noch jemand. Experten rechnen für dieses Jahr zwar mit insgesamt 3,8 Millionen Neuzulassungen und damit ca. 700.000 mehr als im vergangenen Jahr, allerdings nützt all die Schönrechnerei nichts - 2010 dürften Schätzungen zufolge nur noch 2,8 bis 3 Millionen Fahrzeuge verkauft werden. Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer rechnet sogar mit deutlich weniger.

Problematisch für die Händler ist vor allem, dass viele Kunden immer noch die 2.500 Euro Abwrackprämie im Hinterkopf haben und um jedes Prozent Rabatt hartnäckig feilschen. Hohe Nachlässe sind derzeit aber nicht drin. Die Rabattschlacht wird erst im Januar oder Februar beginnen. Dann können Kunden mit 20 Prozent und mehr rechnen.

Fazit: Die Abwrackprämie hat viele Autohäuser zwar vor dem vorzeitigen Aus gerettet, wird in den kommenden Monaten aber ihren Tribut fordern.

Die Abwrackparty ist vorbei

Montag, September 7th, 2009

Der milliardenschwere Fördertopf ist leer und seit dem 2. September gibt es für die Verschrottung von Altfahrzeugen kein Geld mehr. Die Abwrackparty ist vorbei und zeigt, dass die Bundesregierung der Autoindustrie mit der Abwrackprämie keinen Gefallen getan hat.

2010 dürfte das bisher schwärzeste Jahr für Hersteller und Autohändler werden. Es drohen Insolvenzen, Stellenstreichungen im fünfstelligen Bereich und ein massiver Absturz der Branche. Der Grund: Das Bedürfnis der Käufer ist befriedigt. Viele, die sich erst in den kommenden Jahren einen Neuwagen anschaffen wollten, haben den Kauf vorgezogen, um die staatliche Prämie zu kassieren. Was bleibt also? Ein dramatischer Einbruch! Die USA und Frankreich haben das Modell Abwrackprämie zwar bereits nachgeahmt, aber keine fünf Milliarden Euro investiert.

Über den Absatz in diesem Jahr können sich nur wenige freuen. Alle wissen, womit im nächsten Jahr zu rechnen ist. Vertreter von Autoverbänden loben dennoch den Erfolg der Prämie und bezeichnen sie als beste Förderungsmaßnahme für die Kfz-Branche. Ein Optimismus, der nur schwer nachzuvollziehen ist.

Studie: Massiver Stellenabbau in der Autoindustrie

Samstag, August 29th, 2009

Mehr als 90.000 Arbeitsplätze sind in Deutschland in Gefahr, denn die deutsche Autoindustrie ist trotz staatlicher Hilfen stark angeschlagen. Experten warnen vor steigender Insolvenz, wenn das Ende der Abwrackprämie erst einmal erreicht ist. Besonders betroffen sind Autohändler, die ein massiver Einbruch erwartet. Das berichtet die Tageszeitung „Die Welt” und beruft sich auf die Analyse der Unternehmensberatung Roland Berger.

Derzeit machen Autohändler noch gute Umsätze und verkaufen mehr Fahrzeuge als 2008. Das ist aber nur ein Vorzieh-Effekt, denn wenn die Abwrackprämie ausläuft, wird fast jeder zweite Händler von Insolvenz bedroht sein, so Ralf Landmann, Autor der Studie. Geringere Nachfragen und sinkende Renditen werden vor allem die Unternehmen treffen, die in den letzten Jahren viel Geld in ihr eigenes Wachstum investiert und eigentlich alles richtig gemacht haben.