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Jedem fünften Autozulieferer droht der Konkurs

Montag, November 23rd, 2009

Obwohl sich die Autoindustrie langsam wieder von der Absatzkrise zu erholen scheint, haben Autozulieferer mächtig zu kämpfen. Die letzten Monate haben so manches Unternehmen in die Pleite getrieben und laut einer aktuellen Studie des Wirtschaftsinformationsdienstes D&B ist jeder fünfte Autozulieferer vom Konkurs bedroht.

In den letzten Wochen ist die Zahl der gefährdeten Unternehmen um fast 70 Prozent gestiegen und derzeit sind 1100 Autozulieferer akut gefährdet. Besonders der starke Aufschwung könnte die betroffenen Unternehmen zusätzlich schwächen. Denn da viele ihre Lagerbestände abgebaut haben, müssten sie für eine höhere Produktion und den Einkauf der notwenigen Rohstoffe wieder Geld investieren. Wer wenig Eigenkapital hat, dem könnte dann die Zahlungsunfähigkeit drohen.

Massiver Stellenabbau in der Zulieferindustrie

Mittwoch, Mai 27th, 2009

Aus einer Studie des Verbands der Automobilindustrie (VDA) und der Managementberatung Oliver Wyman geht hervor, dass die Absatzkrise 2009 zu einem massiven Stellenabbau in der Zulieferindustrie führen wird. Von 7,4 Millionen Stellen weltweit könnten bis Jahresende 15 Prozent abgebaut werden. Seit November des vergangenen Jahres haben allein in Deutschland mehr als 30 Unternehmen Insolvenz angemeldet, in den USA stehen fast 50 Prozent der größten Automobilzulieferer vor dem Aus.

Im Rahmen der Studie wurden im März und April Top-Manager aus Europa, Nordamerika und Asien befragt, die angaben, die Stammbelegschaft bereits zum Ende des ersten Quartals um zehn Prozent reduziert zu haben. Verträge von Zeitarbeitern seien nicht verlängert, Leiharbeiter komplett abgebaut worden.

Im ersten Quartal 2009 haben fast alle Unternehmen Verluste gemacht und Gewinne sind auch für 2010 nicht in Sicht. Frühestens 2014 kann, nach Prognosen, eine Rückkehr auf das Niveau von 2007 erreicht werden.

Die Autozulieferbranche sucht nach neuen Geschäftsfeldern

Samstag, April 11th, 2009

Die weltweite Absatzflaute der Autohersteller trifft auch die Auto-Zulieferer und führt dazu, dass viele Zulieferkonzerne sich nach neuen Geschäftsfeldern umsehen. Die Solarbranchen oder die Luftfahrtindustrie scheinen dabei besonders interessant zu sein.

Ob der MDax Konzern Leoni, seines Zeichens Nürnberger Kabelspezialist, Bosch oder Kuka. Alle wollen sich unabhängiger vom Autogeschäft machen und drängen nun in neue Gefilde. Viele von ihnen haben in den vergangenen Monaten bis zu 50 Prozent ihres Umsatzes verloren und mussten weltweit zahlreiche Arbeitsplätze streichen. Und die Aussichten sind auch weiterhin nicht rosig.

Während MDax-Konzern Leoni seine Fühler in die Medizintechnik und die Luftfahrindustrie ausstreckt, steigt Bosch in alternative Energien ein und hat den Grundstein für eine neue Solarzellenfabrik gelegt. Dabei geht es diesen Unternehmen noch verhältnismäßig gut, da sie als diversifizierte Konzerne ihre Verluste mit Geschäften in anderen  Sparten ausgleichen können. Grammer oder Behr, die fast ausschließlich vom Autogeschäft leben, trifft die Krise dagegen noch härter, da sie kaum Alternativen bzw. Ausweichmöglichkeiten haben.