Archive for the ‘Auto News’ Category

Nach der Abwrackprämie: 70 Prozent der Bundesbürger denken nicht an einen Autokauf

Freitag, November 6th, 2009

Eine Umfrage der VHV Versicherungen und des IMWF Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung ist zu der Feststellung gekommen, dass sich mehr als 70 Prozent der deutschen Bundesbürger in den kommenden 12 Monaten keinen Neu- oder Jahreswagens kaufen wollen und nicht mal jeder Fünfte über die Anschaffung eines Gebrauchten nachdenkt. Für die Umfrage wurden 1.000 PKW-Halter befragt.

Laut der Umfrage fahren 75 von 100 Deutschen ein Auto, das älter als zwei Jahre ist und fühlen sich nicht dazu verleitet einen neuen Wagen zu kaufen. Das Interesse an einem Gebrauchtwagen ist lediglich bei den 18- bis 29-Jährigen mit 30 Prozent stark ausgeprägt. Die 50- bis 59-Jährigen fühlen sich eher von Neu- oder Jahreswagen angesprochen, während die Altersgruppe 60 plus eher gänzlich auf einen Autokauf verzichten will.

Die Rabattschlacht im Herbst

Samstag, Oktober 31st, 2009

Seitdem die Abwrackprämie ausgelaufen ist, greifen viele Hersteller auf andere Mittel zurück, um die Flaute zu bekämpfen. Besonders beliebt sind Rabattaktionen, die sich in diesen Tagen zu echten Rabattschlachten entwickeln.

In einer monatlichen Untersuchung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer vom Auto-Forschungszentrum der Universität Duisburg-Essen heißt es, dass bis zu 48 Prozent Nachlass vom Listenpreis möglich sind. Je schneller die Verkäufe zurückgehen, umso schneller kommen auch Rabatt-Aktionen wieder ins Angebot. Im Oktober zählte das Forschungszentrum 306 Rabatt-Aktionen. 29 mehr als im September.

Das Ganze kommt allerdings wenig überraschend. Selbst für Laien war ersichtlich, dass es mit der Autoindustrie nach der Abwrackprämie abwärts gehen und diese umso stärker ums Überleben kämpfen wird. Den deutschen Automarkt erwartet in den kommenden Monaten eine Rezession und die derzeitige Rabattschlacht ist erst der Anfang.

Autosteuerung per iPhone

Donnerstag, Oktober 22nd, 2009

Mit dem iPhone ist mittlerweile fast alles möglich. Studenten der Freien Universität Berlin haben jetzt sogar ein Auto entwickelt, das ohne Fahrer gesteuert werden kann. Mittels iPhone-App findet der Wagen seinen Weg ganz allein.

Das Auto gleicht optisch zwar keinem Traumwagen, fährt aber langsam und vorsichtig und vollkommen ohne fremde Hilfe. Mit einem Knopfdruck auf dem iPhone wird der Dodge Caravan gesteuert. Die „iDriver”-Applikation der Studenten macht es möglich. Die Perspektive gleicht dabei der des Fahrers. Über die Webcam wird direkt in Straßenrichtung geschaut.

Das Robot-Auto soll schon bald ein Geschwisterchen bekommen. Ab November dieses Jahres stellt Volkswagen den Berliner Informatikern einen neuen Passat zur Verfügung.

Der Trend zu spritsparenden Modellen kostet Arbeitsplätze

Montag, Oktober 5th, 2009

Die Autoindustrie steht seit der Wirtschaftskrise auf wackeligen Beinen. Doch auch der Trend zu spritsparenden Öko-Autos dürfte nicht mehr helfen. Nach Einschätzung der IG Metall werden in den kommenden Jahren vermehrt Arbeitsplätze wegfallen. Der Bedarf an Arbeitskräften sinkt.

Nach Angaben des Branchenverbandes VDA arbeiten derzeit ca. 720 000 Menschen in der deutschen Autoindustrie. Die abnehmende Wertschöpfung und steigende Produktivität sowie die wachsende Nachfrage nach spritsparenden Modellen lassen die Gewinnspanne und damit auch die Arbeitsplatzzahlen schrumpfen.

Das richtige Instrument, um viele Entlassungen zu vermeiden, ist Kurzarbeit, so Baden-Württembergs IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann. Aber auch die Mitarbeiterbeteiligung könnte an Bedeutung gewinnen.

Der Elektronikantrieb und der Lithium-Mangel

Montag, September 28th, 2009

Was sehen Autohersteller, wenn sie einen Blick in die umweltschonende Zukunft werfen? Hybrid- und Elektroautos! Was aber scheinbar übersehen wird: Es gibt zu wenig Lithium, um die geplanten Massen von Fahrzeugen auch wirklich anzutreiben.

Ob USA, Japan oder Deutschland. Selbst große Industriestaaten sind von Salz abhängig. Und das wird beispielsweise im Südwesten Boliviens abgebaut. Der Salar de Uyuni ist mit einer Fläche von 10.000 Quadratkilometern der größte Salzsee der Welt. Warum das wichtig ist? Ganz einfach: In der Zukunft sollen Autos mithilfe von Lithium-Ionen-Akkus funktionieren. Dafür wird logischerweise Lithium benötigt. Dieses ist in der porösen Salzdecke des Salar de Uyuni zu finden und beträgt schätzungsweise 5,4 Millionen Tonnen.

Das klingt viel, aber der Rohstoff ist knapp und die Verarbeitung aufwendig. Schon jetzt ist die Nachfrage nach Lithium groß, denn Lithiumbatterien werden beispielweise in Mobiltelefonen oder Laptops genutzt. Experten prophezeien eine Lithium-Lücke, die die berauschte Branche ganz schnell auf den Boden der Tatsachen zurückholen dürfte.

Derzeit gibt es noch keine Technologien, die Lithium-Akkus ersetzen könnten und französische Berater schätzen, dass in sechs Jahren gerade mal 30.000 Tonnen Lithium zur Verfügung stehen würden. Das würde nicht einmal für 1,5 Millionen Hybridmotoren reichen.

Nach der Abwrackprämie

Samstag, September 19th, 2009

Die Abwrackprämie ist passé, der Neuwagenverkauf bricht ein und viele Händler leiden schon auf der Internationalen Automobil-Ausstellung unter den Nachwehen der staatlichen Prämie. Die Talsohle ist noch längst nicht erreicht, auch wenn Frau Merkel dies gern behauptet.

Seitdem der Abwracktopf leer ist, gehören Kunden in Autohäusern zu einem seltenen Phänomen. Für Neuwagen interessiert sich kaum noch jemand. Experten rechnen für dieses Jahr zwar mit insgesamt 3,8 Millionen Neuzulassungen und damit ca. 700.000 mehr als im vergangenen Jahr, allerdings nützt all die Schönrechnerei nichts - 2010 dürften Schätzungen zufolge nur noch 2,8 bis 3 Millionen Fahrzeuge verkauft werden. Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer rechnet sogar mit deutlich weniger.

Problematisch für die Händler ist vor allem, dass viele Kunden immer noch die 2.500 Euro Abwrackprämie im Hinterkopf haben und um jedes Prozent Rabatt hartnäckig feilschen. Hohe Nachlässe sind derzeit aber nicht drin. Die Rabattschlacht wird erst im Januar oder Februar beginnen. Dann können Kunden mit 20 Prozent und mehr rechnen.

Fazit: Die Abwrackprämie hat viele Autohäuser zwar vor dem vorzeitigen Aus gerettet, wird in den kommenden Monaten aber ihren Tribut fordern.

Die Abwrackparty ist vorbei

Montag, September 7th, 2009

Der milliardenschwere Fördertopf ist leer und seit dem 2. September gibt es für die Verschrottung von Altfahrzeugen kein Geld mehr. Die Abwrackparty ist vorbei und zeigt, dass die Bundesregierung der Autoindustrie mit der Abwrackprämie keinen Gefallen getan hat.

2010 dürfte das bisher schwärzeste Jahr für Hersteller und Autohändler werden. Es drohen Insolvenzen, Stellenstreichungen im fünfstelligen Bereich und ein massiver Absturz der Branche. Der Grund: Das Bedürfnis der Käufer ist befriedigt. Viele, die sich erst in den kommenden Jahren einen Neuwagen anschaffen wollten, haben den Kauf vorgezogen, um die staatliche Prämie zu kassieren. Was bleibt also? Ein dramatischer Einbruch! Die USA und Frankreich haben das Modell Abwrackprämie zwar bereits nachgeahmt, aber keine fünf Milliarden Euro investiert.

Über den Absatz in diesem Jahr können sich nur wenige freuen. Alle wissen, womit im nächsten Jahr zu rechnen ist. Vertreter von Autoverbänden loben dennoch den Erfolg der Prämie und bezeichnen sie als beste Förderungsmaßnahme für die Kfz-Branche. Ein Optimismus, der nur schwer nachzuvollziehen ist.

Chinas Autoindustrie erreicht 2020 die weltweit größte Produktion

Freitag, September 4th, 2009

Die Volksrepublik China feiert in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag und befindet sich auch mit ihrer Autoindustrie auf der Überholspur. Verantwortlich dafür sind vor allem eigene Innovationen und die verstärkte Fokussierung auf Fahrzeuge mit neuen Energien. Experten zufolge wird China im Jahr 2020 die weltweit größte Produktion haben.

Schon vor 9 Jahren, im Jahr 2000, hat China damit begonnen, für Familien den Kauf von PKWs durch Förderungen besonders attraktiv zu machen. Derzeit machen Umsätze durch importierte Autos nur noch ca. drei Prozent aller Autoumsätze im Land aus, einheimische und Joint-Venture-Marken stellen den größten Teil. Chinas Automarken werden aber nicht nur im eigenen Land begeistert aufgenommen, sondern auch im Ausland. Im letzten Jahr wurden knapp eine Million Fahrzeuge aus China exportiert. Besonders beliebt waren dabei die Marken Chery, Lifan und BYD.

Die Entwicklung der eigenen Autoindustrie haben die Chinesen aber nicht nur mit eigenständigen Marken vorangetrieben, sondern auch mit alternativen Energieantrieben. Schon bei den Olympischen Sommerspielen im vergangenen Jahr wurden zwei Modelle von Chery eingesetzt. Autos mit Hybridantrieben sind bereits auf dem Markt, in den nächsten Monaten soll die nächste Serie folgen.

Studie: Massiver Stellenabbau in der Autoindustrie

Samstag, August 29th, 2009

Mehr als 90.000 Arbeitsplätze sind in Deutschland in Gefahr, denn die deutsche Autoindustrie ist trotz staatlicher Hilfen stark angeschlagen. Experten warnen vor steigender Insolvenz, wenn das Ende der Abwrackprämie erst einmal erreicht ist. Besonders betroffen sind Autohändler, die ein massiver Einbruch erwartet. Das berichtet die Tageszeitung „Die Welt” und beruft sich auf die Analyse der Unternehmensberatung Roland Berger.

Derzeit machen Autohändler noch gute Umsätze und verkaufen mehr Fahrzeuge als 2008. Das ist aber nur ein Vorzieh-Effekt, denn wenn die Abwrackprämie ausläuft, wird fast jeder zweite Händler von Insolvenz bedroht sein, so Ralf Landmann, Autor der Studie. Geringere Nachfragen und sinkende Renditen werden vor allem die Unternehmen treffen, die in den letzten Jahren viel Geld in ihr eigenes Wachstum investiert und eigentlich alles richtig gemacht haben.

Endspurt um die staatliche Abwrackprämie

Mittwoch, August 26th, 2009

So langsam brechen die letzten Tage der Abwrackprämie an und wie ein Sprecher des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle mitgeteilt hat, wird es keine Stichtagregelung geben, da die exakte Summe nicht zu treffen sei. Alle zur Verfügung stehenden Mittel sollen vollständig an die Autokäufer ausgezahlt werden.

Die Behörde hat mittlerweile eine Warteliste eingerichtet. Antragsteller, die bisher leer ausgegangen sind, können hier nachrücken, wenn bereits zugesagte Prämien nicht abgerufen werden. Das ist häufig bei Doppelbeantragungen oder fehlenden Nachweisen über die Verschrottung des Altautos der Fall.

Für die Abwrackprämie werden insgesamt fünf Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Bei Prämien in Höhe von je 2.500 Euro reichen die staatlichen Fördermittel demnach für die Bewilligung von zwei Millionen Anträgen. Sobald die Grenze dieser Reservierungen überschritten ist, sollen auch keine weiteren Reservierungsmitteilungen mehr verschickt werden, damit niemand umsonst den Antrag ausfüllt.

Wer noch einen Antrag stellen will, kann sich auf den Internetseiten des BAFA über die Anzahl der Anträge informieren, die noch zur Verfügung stehen.

Hier geht’s zum Internetauftritt des BAFA.