Archive for the ‘Allgemein’ Category

Wie die Autoindustrie weltweit angekurbelt wird

Sonntag, Oktober 11th, 2009

Während die Abwrackprämie in Deutschland und den USA bereits ausgelaufen ist, geht es in vielen anderen Ländern locker weiter. Das Modell der Abwrackprämie hat auch andere Nationen überzeugt und angesteckt. Dabei werden nicht nur Gebrauchtwagen, sondern sogar Neuwagen verschrottet. Ein kurzer Überblick:

USA - Cash for Clunkers

Für die Amerikaner stand ein Budget von 1 Mrd. Dollar für die Verschrottung ihrer Altfahrzeuge zur Verfügung. Da dieses aber schon innerhalb weniger Tage aufgebraucht war, wurde einer Aufstockung um 2 Mrd. Dollar zugestimmt.  Für die Verschrottung waren nicht das Alter, sondern der Verbrauch entscheidend. Käufer erhielten zwischen 3500 und 4500 Dollar/Auto. Das Programm ist am. 24 August ausgelaufen, es gab keine Verlängerung.

Großbritannien - Bangers for Cash

In Großbritannien wurde die Abwrackprämie im Mai eingeführt. Britische Käufer konnten sich 2000 Pfund sichern, wenn sie ihr mindestens 10 Jahre altes Fahrzeug verschrotten ließen und sich für einen umweltfreundlichen Neuwagen entschieden. Insgesamt stand ein Budget von 300 Mio. Pfund zur Verfügung. Die Prämie wurde im Rahmen der „Green Recovery” beschlossen, die auch die flächendeckende Einführung von Elektroautos vorsieht.

Frankreich - Sonderzahlungen

Die Franzosen haben bereits vor einiger Zeit mit der Abwrackprämie experimentiert, hatten aber nur mäßigen Erfolg. Das französische Programm sieht, seit Dezember 2008, Sonderzahlungen in Höhe von 1000 Euro/Wagen vor. Das zu verschrottende Auto muss mindestens 10 Jahre alt sein und der Neuwagen darf höchstens 160 Gramm CO2/km ausstoßen. Für das Programm sind Kosten in Höhe von 390 Mio. Euro eingeplant.

Spanien - Erst zinsloses Darlehen, dann Prämie

Bevor die Spanier im Mai eine Abwrackprämie in Höhe von 2000 Euro/Wagen eingeführt haben, gab es ein zinsloses Darlehen über maximal 10.000 Euro. Das wurde schnell als zu kompliziert empfunden und eingestampft. Die Kosten für die Abwrackprämie werden zur Hälfte vom Staat und zur Hälfte von den Herstellern getragen.

Slowakei - Kein Halt vor Neuwagen

In der Slowakei wird zwischen Alt- und Neuwagen nicht wirklich unterschieden. Pro Auto gibt es 1000 Euro vom Staat und einen Händlerrabatt von 500 Euro. Neuwagen können, sofern sie nicht älter als sechs Monate sind und höchstens 6000 km auf dem Tacho haben, ebenfalls verschrottet werden. Auch Firmen können die Prämie beantragen.

Frauen wollen keine Frauenautos

Donnerstag, Oktober 8th, 2009

Frauen sind die besseren Menschen. Zumindest wenn es um Autos bzw. Autokäufe geht und wenn man sie selbst fragt. Während Männer nur PS-Leistungen im Kopf haben, achten Frauen auf alternative Kraftstoffe oder die Sicherheitsausstattung eines Wagens und beeinflussen mittlerweile rund 75 Prozent aller Autokaufentscheidungen. Doch wenn sie ein was gar nicht wollen, dann eine Sonderbehandlung und - Frauenautos -!

Frauen spielen für die Autoindustrie eine immer bedeutendere Rolle, eben weil sie so einen großen Einfluss haben und damit einen Großteil der Autokäufe beeinflussen. Wer einen Mann zum Kauf überzeugen will, der muss auch die Frau an seiner Seite für sich gewinnen. Ganz einfach.

Auf der IAA, die immerhin 30 Prozent weiblicher Besucherinnen vorzuweisen hat, gibt es mittlerweile eine Ladies Corner, in der sich Frauen über wichtige Themen rund ums Auto austauschen können, während Männer mit glänzenden Augen die PS-Monster in der Nachbarhalle observieren.

Nur weil Frauen mehr Wert auf die Ausstattung eines Wagens, die Sicherheit ihrer Kinder oder den Umweltschutz legen, wollen sie keine speziellen Autos, die sie in irgendeiner Form „degradieren”. Dennoch sind Marken wie Mercedes, BMW und AUDI sind für Frauen weniger interessant als für Männer. Eine echter Herausforderung für die Hersteller.

Rund ein Viertel alles Haushalte ohne Auto

Freitag, September 25th, 2009

Wie das Statistische Bundesamt vor wenigen Tagen bekannt gegeben hat, haben rund 9 von 39 Millionen privaten Haushalten in Deutschland zu Beginn des letzten Jahres über kein Auto verfügt. 1963 waren noch drei Viertel der Haushalte im Besitz eines PKW.

Zudem wurde festgestellt, dass die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen Einfluss auf die Anschaffung eines Fahrzeugs hat. In 43 Prozent der Singlehaushalte gab es kein Auto, in Zweipersonenhaushalten waren es nur 14 Prozent, in Dreipersonenhaushalten nur noch 9 Prozent, die über keinen PKW verfügt haben. In Haushalten, in denen vier oder mehr Personen leben, waren es lediglich 4 Prozent.

Carsharing – Die umweltschonende Alternative zum eigenen Auto

Dienstag, September 1st, 2009

Viele Innenstädte sind hoffnungslos überfüllt. Autos und Blech , wohin das Auge blickt. Im Durchschnitt steht ein Auto rund 23 Stunden am Tag und in den Fahrzeugen, die unterwegs sind, sitzt meist nur eine Person. Wer Kosten sparen und die Umwelt schonen will, steigt auf CarSharing um.

Wer sich dazu entschließt, macht mit einem örtlichen Anbieter einen Vertrag, hinterlegt eine Kaution, zahlt ein Anmeldeentgelt und hat von da an nur noch Kosten, wann er das Auto nutzt. CarSharing-Anbieter berechnen einen Zeit- und Kilometertarif, Reparaturen, Versicherungen und Benzin sind inklusive. Wer also nur ab und zu ein Auto braucht, um Einkäufe zu erledigen oder schwere Sachen zu transportieren, ist mit CarSharing bestens bedient.

Zur Auswahl stehen, ja nach Stadt und Anbieter, verschiedene Fahrzeugmodelle. Vom Kleinwagen bis hin zum Transporter. Das gewünschte Auto kann online oder über eine Telefon-Hotline gebucht und dann direkt zum vereinbarten Termin genutzt werden.

Übrigens: Ein CarSharing-Auto ersetzt vier bis zehn PKW!

Mehr Informationen und alle Anbieter gibt es hier.

Verbandskasten regelmäßig überprüfen

Samstag, August 22nd, 2009

Der Sommer ist die Jahreszeit, in der die meisten Menschen in den Urlaub fahren. Immer häufiger mit dem eigenen Auto. Bei Temperaturen über 30 Grad leiden aber nicht nur die Fahrzeuginsassen, sondern auch der Verbandskasten und dessen Inhalte!

Da die wenigstens Verbandsstoffe länger als fünf Jahre halten, trägt jeder Verbandskasten ein Verfallsdatum. Wenn dieses fehlt oder abgelaufen ist, ist der Inhalt überaltert und damit nicht mehr einsetzbar. Wenn der Kasten lange im Auto liegt, können auch extrem heiße bzw. kalte Temperaturen Auswirkungen haben und das Material angreifen. Apotheken überprüfen Verbandskästen gern kostenlos und tauschen überlagerte Stoffe aus. Der Inhalt muss der DIN 13164 entsprechen.

Wichtig ist auch, dass der Verbandskasten immer griffbereit ist, damit im Notfall keine wertvollen Minuten für die Suche verstreichen müssen. Der Verbandskasten sollte deshalb beispielsweise unter den Vordersitzen oder in einem Seitenfach des Kofferraums aufbewahrt werden.

Sommer im Auto

Sonntag, August 16th, 2009

Der Sommer ist für viele zwar die schönste Zeit des Jahres, Autofahrer ohne Klimaanlage wünschen sich bei 30 Grad und mehr aber sehnsüchtig den Winter zurück. Da bei schweißtreibenden Innentemperaturen jedem die Lust am Autofahren vergeht, versucht die Industrie Abhilfe zu schaffen. Zum einen mit Wärmeschutzglas, zum anderen mit speziell beschichteten Polstern.

 Entgegen dem Denken vieler hat die Farbe eines Fahrzeugs keinen nennenswerten Einfluss auf die Temperatur im Innenraum. In einem schwarzlackierten Auto muss es nicht wärmer sein als in einem roten oder blauen. Der größte Teil der Wärmestrahlung dringt nicht durch den Lack, sondern durch die Fensterflächen ein.

Problematisch: Bei vielen Modellen sind die Glasflächen in den letzten Jahren immer größer geworden. Immer mehr Herstellen statten die Fahrzeuge deshalb mit Wärmeschutzverglasung aus. Sprich: Im Glas sitzt eine dünne Metallfolie, die die Infrarotstrahlung des Sonnenlichts reflektiert und so verhindert, dass diese ins Wageninnere eindringt. Auch bei Autos mit Klimaanlage wird diese Technik genutzt, da die Anlage weniger arbeiten muss und dadurch weniger Sprit verbraucht.

Bei offenen Fahrzeugen wie Cabrios wird mit Aufheizschutz-Polstern gearbeitet, damit sich das Fahrzeug in der prallen Sonne nicht zu sehr erwärmt. Die Polsteroberfläche hat eine Lackoberfläche mit wärmereflektierender Wirkung und funktioniert somit ähnlich wie Wärmeschutzglas.

Kennzeichen dürfen nicht hinter der Windschutzscheibe aufbewahrt werden

Montag, August 10th, 2009

Das hat jetzt das Oberverwaltungsgericht Lüneburg entschieden. Auch wer Angst vor einem Diebstahl hat, darf sein Auto-Kennzeichen nicht im Fahrzeuginnern und beispielsweise hinter der Windschutzscheibe befestigen. Es ist klar und deutlich vorgeschrieben, wo das Kennzeichen angebracht sein muss und es liegt nicht der Macht des Halters dies zu ändern.

Kennzeichen müssen waagerecht und gut erkennbar an der Fahrzeugaußenseite angebracht sein, wobei es eine Mindest- und Höchstgrenze hinsichtlich der Anbringungshöhe gibt. Sie dürfen zudem nur einen Neigungswinkel von 30 Grad aufweisen.

Die Kennzeichnungspflicht gilt zwar nur, wenn das Auto im Betrieb ist, solange es aber im öffentlichen Verkehrsraum belassen wird, darf das Kennzeichen nicht entfernt werden.

Nissan und Mercedes arbeiten an neuen Assistenzsystemen

Sonntag, August 2nd, 2009

Unsere Straßen sollen sicherer werden. Deswegen tüfteln Nissan und Mercedes an automatischen Vorrichtungen, die in gefährlichen Situationen eingreifen und auf die Steuerung bzw. Lenkung Einfluss nehmen sollen. Im Rahmen des Sicherheitssystems „Safety Shield Concept” wird an zahlreichen Modellen gearbeitet, die das große Ziel - die Herstellung unfallfreier Autos - unterstützen.

Eines der Konzepte nennt sich „Navigation-Cooperative Intelligent Pedal” und ist eine spezielle technische Vorrichtung, die den Fahrer akustisch warnt, wenn er zu schnell auf eine Kurve zusteuert. Reagiert er nicht, greift die Elektronik sogar aktiv ein und erschwert das Gasgeben. Die Technologie bedient sich aktueller Geschwindigkeits- und GPS-Daten und berechnet so das Tempo, in dem eine Kurve gemeistert werden kann.

Es wird aber auch an einer Technik gearbeitet, die automatische Ausweichmanöver ermöglichen soll. Die Bordtechnik ist dabei wesentlich schneller als das menschliche Reaktionsvermögen und hilft auch dann, wenn selbst der aufmerksamste Fahrer keine Chance mehr hätte. Ausschlaggebend sind hier moderne Kameras und Sensoren, die links und rechts vom Innenspiegel sitzen und die Umgebung im Sekundentakt abtasten.

Wenn die Technik irgendwann kommerziell vertrieben werden soll, muss die Fehlerquote des Systems auf null reduziert werden. Derzeit liegt sie noch bei fünf Prozent.

Warum die richtige Beladung des Autos so wichtig ist

Sonntag, Juli 26th, 2009

Es ist Urlaubszeit und viele Familien bevorzugen den eigenen PKW als Fortbewegungsmittel Richtung Sonne. Dabei wird gestopft was das Zeug hält. Hauptsache alles passt ins Auto. Was viele nicht bedenken: Selbst harmlose Tennisschläger oder Getränkeflaschen können in Unfallsituationen zu regelrechten Geschossen werden. Ein Appell an den gesunden Menschenverstand.

Unfälle durch ungesicherte Ladungen passieren jeden Tag. Besonders LKWs sorgen hier regelmäßig für folgenschwere Crashs auf Autobahnen. Dennoch geht das Thema auch PKW-Besitzer an, denn die Bequemlichkeit und Sorglosigkeit vieler Autofahrer ist gefährlich. Ungesicherte Aktentaschen, Koffer oder Getränkekisten schlagen bei einem Unfall teilweise mit dem 30-fachen ihres Eigengewichts zu und können Insassen lebensgefährlich verletzen. Doch nicht nur große Gegenstände sind kritisch. Auch Stifte oder Handys werden mit einer gewaltigen Kraft durch den Innenraum katapultiert und können selbst bei Stadttempo 50 Schaden anrichten.

Besonders bei Kombis und Kompaktwagen empfehlen Experten deshalb den Einbau von Trennwänden, Laderaumabdeckungen oder die Nutzung von Spanngurten, um das Urlaubsgepäck im Kofferraum festzuzurren.

Wie fahrtüchtig sind Senioren?

Montag, Juli 20th, 2009

Viele Rentner wissen um ihre eingeschränkte und nachlassende Fahrtüchtigkeit und meiden deshalb häufige Fahrten im Straßenverkehr, besonders unter unfallbegünstigenden Situationen wie Dunkelheit, Regen oder Schnee. Nach dem jüngsten Unfall bei einem Schützenumzug in Menden, bei dem ein 79-Jähriger in eine Menschengruppe gerast ist, werden aber wieder Diskussionen laut.

Rentnern eilt ein schlechter Ruf voraus. Allerdings zu unrecht. Statistisch gesehen verursachen sie seltener Unfälle als jüngere Fahrer und sind viel häufiger selbst Opfer. Aufgrund ihres Alters tragen sie aber oft erhebliche Verletzungen und damit Folgeschäden davon. Rund ein Fünftel der Bevölkerung ist heute bereits über 65. In 40 Jahren werden es schon über 30 Prozent sein. Christoph Lauterwasser, Geschäftsführer der AZT Automative GmbH, fordert deshalb Konsequenzen und beispielsweise die verstärkte Einrichtung von Tempo-30-Zonen oder die Verlängerung von Ampelphasen.

Dies allein wird das Problem aber nicht lösen. Die Fahrtüchtigkeit von Senioren ist derzeit vielerorts Thema, ebenso die Durchführung eventueller Tauglichkeitstest. Der ADAC hat bereits reagiert und in einigen Regionen einen „Fahrer-Fitness-Check” eingeführt. Pflichttests werden aber abgelehnt, da sie diskriminierend seien und auch die rechtlichen Möglichkeiten fehlen. Es kann also nur an die Verantwortung jedes einzelnen Autofahrers appelliert werden.

Ein Schuss ins Leere, denn viele Rentner bevorzugen das Auto, da sie körperlich nicht mehr fit genug sind, um größere Strecken zu Fuß zurückzulegen.