Der Elektronikantrieb und der Lithium-Mangel
Was sehen Autohersteller, wenn sie einen Blick in die umweltschonende Zukunft werfen? Hybrid- und Elektroautos! Was aber scheinbar übersehen wird: Es gibt zu wenig Lithium, um die geplanten Massen von Fahrzeugen auch wirklich anzutreiben.
Ob USA, Japan oder Deutschland. Selbst große Industriestaaten sind von Salz abhängig. Und das wird beispielsweise im Südwesten Boliviens abgebaut. Der Salar de Uyuni ist mit einer Fläche von 10.000 Quadratkilometern der größte Salzsee der Welt. Warum das wichtig ist? Ganz einfach: In der Zukunft sollen Autos mithilfe von Lithium-Ionen-Akkus funktionieren. Dafür wird logischerweise Lithium benötigt. Dieses ist in der porösen Salzdecke des Salar de Uyuni zu finden und beträgt schätzungsweise 5,4 Millionen Tonnen.
Das klingt viel, aber der Rohstoff ist knapp und die Verarbeitung aufwendig. Schon jetzt ist die Nachfrage nach Lithium groß, denn Lithiumbatterien werden beispielweise in Mobiltelefonen oder Laptops genutzt. Experten prophezeien eine Lithium-Lücke, die die berauschte Branche ganz schnell auf den Boden der Tatsachen zurückholen dürfte.
Derzeit gibt es noch keine Technologien, die Lithium-Akkus ersetzen könnten und französische Berater schätzen, dass in sechs Jahren gerade mal 30.000 Tonnen Lithium zur Verfügung stehen würden. Das würde nicht einmal für 1,5 Millionen Hybridmotoren reichen.
Tags: auto, elektro, hybridmotor, lithium, lithium-mangel, news
Verwandte Artikel: